Asus, HP und Co. testen derzeit noch die Einsatzmöglichkeiten von Googles mobilem Betriebssystem Android auf ihren Netbooks. Ein chinesischer Hersteller, hierzulande noch ein unbeschriebenes Blatt, ist den Mitbewerbern da schon einen Schritt voraus. Skytone hat mit dem Alpha 680 nun das erste Android-Netbook vorgestellt. Noch müssen einige Kompatibilitätsprobleme beseitigt werden, aber schon innerhalb der nächsten drei Monate soll das Alpha 680 marktreif sein und zunächst in Asien und den USA erscheinen.
Es soll rund 250 US-Dollar (umgerechnet ca. 190 Euro) kosten und vor allem Kinder begeistern. Erwachsene dürften angesichts der selbst für ein Netbook ziemlich bescheidenen Ausstattung auch kaum Freunde mit dem Skytone Alpha 680 haben. Die ARM11-CPU mit 533 MHz kommt schon seit gut sieben Jahren in Handys zum Einsatz, ist aber auch energieeffizienter und günstiger als die Intel-Atom-CPUs, die üblicherweise in Netbooks stecken. Der Arbeitsspeicher hat eine Größe von 128 MByte und ist auf 256 MByte erweiterbar. Das kleine 7-Zoll-Display (800 x480 Pixel) ist drehbar und lässt sich – wie das 8,9-Zoll-Display des kommenden Eee-PC T91 – auf die Tastatur umklappen. Die restliche Ausstattung umfasst einen 1 GByte großen Flash-Speicher (erweiterbar auf maximal 4 GByte), zwei USB-Ports, einen Kartenleser sowie Kopfhörer-Buchsen. Ins Netz kommt man per WLAN, Ethernet oder GPRS bzw. EDGE.
Für Android muss die Ausstattung nicht leistungsstärker sein, immerhin wurde das mobile Betriebssystem ursprünglich für Mobiltelefone entwickelt. Trotzdem stellt das Skytone Alpha 680 kaum ernst zunehmende Konkurrenz für aktuelle Netbooks mit Windows XP dar. So bleibt vorerst abzuwarten, wie sich die Android-Netbooks anderer Hersteller präsentieren werden.
Bildquelle: Skytone