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IFA-Messe: neue TFT-Monitore in 3D aber ohne Shutter-Technik

09/2011 · Bei den Fernsehern auf der IFA war 3D das ganz große Thema. Bei den Monitoren, die ja nicht nur zur Unterhaltung genutzt werden, wurde es nicht ganz so plakativ vermarktet. Trotzdem wurden auch 3D-fähige TFTs vorgestellt. Neben einigen Modellen, die die bekannte Shuttertechnik einsetzen, gab es auch ein paar Modelle zu bestaunen, die auf die Polarisationstechnik setzen, oder ganz ohne Brille auskommen.

Monitore mit Shuttertechnik senden doppelt soviele Bilder wie nötig. Ein Brille sortiert die Bilder und lässt sie jeweils im Wechsel zu je einem der beiden Augen durch. Dadurch nehmen die Augen unterschiedliche Bilder wahr und es entsteht der 3D Effekt. Viele Nutzer kommen mit der Technik aber nicht klar und bekommen nach einigen Zeit Kopfschmerzen oder Schwindelanfälle. Letzteres kann auch bei der Polarisationtechnik passieren, aber die Technik gilt trotzdem vielen als schonender.

Bei Polarisationsmonitoren werden die Bilder in normaler Geschwindigkeit dargestellt, aber dafür doppelt. Das erfordert auch eine doppelt so hohe Auflsöung. Die Polfilterbrille, sortiert die Pixelspalten dann und setzt sie gleichzeitig zu zwei Bildern zusammen: eins für das rechte und eins für das linke Auge. Der Effekt ist der gleiche wie bei der Shuttertechnik: Das Gehirn nimmt dreidimensionale Bilder war. Polarisationsmonitoren brauchen keine 120 Hz Bildqiederholrate, sind dadurch günstiger. Wird der 3D-Effekt genutzt, halbiert sich dafür die vertikale Auflösung. Die Monitore Acer HR274 und Acer GR235H nutzen den Effekt und sind gleichzeitig sehr preisgünstig. Wenn sich die auf der IFA angekündigten Preise von 200 für das 23 Zoll Modell und 400 Euro für das 27 Zoll Modell bewahrheiten, dann sind die beiden Acer Zwillinge echte Preisbrecher.

Einen anderen Weg geht LG. Günstig ist der 25 Zoll Monitor LG D2500N beileibe nicht. Dafür braucht man gar keine 3D-Brille mehr. Der Monitor stellt autostereoskopische Bilder dar. Die Technik ist ähnlich wie bei der Polarisation. Der Monitor stellt doppelt soviel Pixel dar wie nötig, wovon jeweils nur die Hälfte jeweils ein Auge erreicht. Jedoch werden die Bilder  durch kleine Sichtbarrieren auf dem Display voneinander getrennt. Das erfordert normalerweise, dass man genau im richtigen Winkel vor dem TFT sitzt, da man ansonsten mit beiden Augen an den Sichtblenden vorbei sieht und so das Bild doppelt sieht. LG hat sich jedoch einen cleveren Trick einfallen lassen. Eine Kamera scannt das Gesicht des Betrachters und stellt die Blenden jeweils passend zur aktuellen Position ein. Wie gut dieses sogenannte Eyetrcking in der Praxis klappt, muss allerdings erst der TFT-Monitor Test zeigen. 

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