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Die AMD Ati Radeon HD 5870 DirectX 11 Grafikkarte verursachte in der Computerwelt einigen Wirbel. Die erste DirectX11 Karte am Markt überzeugt im Test auf ganzer Linie. Mit einem Handstreich erobert Ati den Grafikkarten-Entwicklerthron von Nvidia zurück. Das Referenzmuster wurde im September 2009 veröffentlich. Die Verkaufsversionen der lizensierten Hersteller werden in Kürze folgen.
Aber schon das Testmuster macht Lust auf mehr. Im wichtigsten Bereich, der Leistung, setzt sich die HD 5870 klar an die Spitze der Grafikkarten mit einer GPU. Nur die GeForce GTX 295 2.0 kann die Ati Karte schlagen. Diese verwendet aber gleich zwei Grafikprozessoren und kämpft mit hoher Wärmeentwicklung, hohem Verbrauch und vor allem störenden Mikrorucklern. Die Leistung liegt rund 15% höher als bei der zweitschnellsten Grafikkarte, der GeForce GTX 285. Dieser Leistungsgewinn wird durch verbesserte Filter noch gesteigert. Vor allem SGSSAA (Sparse Grid Supersampling-AA ) sorgt trotz des technokratischen Bandwurmnamens für sehr scharfe Bilder, kostet jedoch auch ordentlich Performance. Die bekannten Filter wie MSAA und AF wurden ebenfalls optimiert und erzeugen deutlich seltener ein unerwünschtes Flimmern.
Die Ati Radeon HD 5870 unterstützt die Eyefinity Technik. Damit lässt sich das Bild auf mehrere Monitore verteilen. Was man bereits aus dem Büro bei einfachen Desktop-Anwendungen kennt, ist mit Eyefinity auch mit Spielen möglich. Das Feature ist aber eher eine nette Dreingabe als ein Must-Have. Ob DirectX 11 mehr als nur eine nette Dreingabe ist, wird sich zeigen. DirectX 10 konnte sich bis heute nicht so richtig durchsetzen, was vor allem an der mangelnden Unterstützung seitens der Softwarehersteller liegt. Vorteile wird die neue Schnittstelle vor allem für Programmierer bringen, denen neue Werkzeuge wie Tesselation und Compute Shaders an die Hand gegeben werden.
In den Punkten Verbrauch und Lautstärke kann das Referenzdesign von den Retailversionen deutlich abweichen, je nachdem wie stark die Hersteller ihre Version modifizieren. Die Referenzkarte verbraucht indes deutlich weniger als vergleichebare Single-GPU-Karten und ist sogar im Leerlauf hörbar leiser. Und selbst unter Vollast wird sie nicht lauter als langsamere High-End-Karten. Die Temperaturentwicklung bleibt auf dem gewohnten Niveau von Spitzengrafikkarten.
Die AMD Ati Radeon HD 5870 im Referenzdesign kann also auf ganzer Linie überzeugen. Jetzt bleibt die Frage, was für Verkaufsversionen Hersteller wie Sapphire, Asus oder Powercolor daraus zaubern und wann Nvidia nachziehen wird. Die ersten Karten, die das Referenzdesign 1:1 übernehmen, tauchen schon im Handel auf. Im Fall der Sapphire Radeon HD 5870 erhält der Käufer sogar noch ein erstklassiges Spielepaket obendrauf.
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