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Kaufberatung: Drucker
 


4. Nun wird's technisch - Worauf ich beim Kauf achten sollte?


a) Auflösung

Die Auflösung wird in dots per inch (dpi), also Punkten pro Zoll (2,54 cm), angegeben und bezieht sich direkt auf die Druckqualität. Es gilt: Je höher die Auflösung, desto besser die Qualität. Die empfohlene Mindestauflösung eines Druckers sollte 1400 x 1200 dpi betragen. Natürlich kommen hier wieder Ihre eigenen Bedürfnisse ins Spiel. Fotos verlangen nach einer höheren Auflösung.
Tipp: Wenn der Drucker mehr als 300 Euro kostet und eine Auflösung von 1400 x 1200 dpi nicht erreicht, sollten Sie sich nach einem alternativen Druckermodell umschauen.



b) Druckgeschwindigkeit

Die Druckgeschwindigkeit wird in der Regel in den Einheiten cps (characters per second = Zeichen pro Sekunde) und ppm (Pages Per Minute = Seiten pro Minute) angegeben. Durchschnittswert für Tintenstrahldrucker ist hier 15 Seiten pro Minute im Schwarz/Weiß-Druck und 10 Seiten pro Minute beim farbigen Drucken. Die Druckgeschwindigkeit eines Laserdruckers liegt bei Schwarz/Weiß-Drucken zwischen 15 und 25 Seiten pro Minute, bei farbigen Drucken liegt sie zwischen 10 und 15 Seiten pro Minute.
Ein Drucker, der über 300 Euro kostet, sollte diesen Durchschnittswert mindestens erfüllen, wenn nicht sogar darüber liegen. Besonders schnelle Drucker schaffen auch 30 Seiten pro Minute.


c) Geräuschentwicklung

Drucker haben eine verschieden hohe Geräuschentwicklung. Aber auch in diesem Bereich hat sich viel getan. In der Regel sind Tintenstrahldrucker und Laserdrucker gleich leise bzw. laut. Ein Richtwert, an dem Sie sich orientieren können, ist ein Geräuschpegel von 50 dBA pro Gerät.



d) Speicher

Der Speicher oder Puffer wird bei Druckern genauso wie bei den meisten technischen Geräten in der Einheit MB (Megabyte) angegeben. Je größer das Speichervolumen, desto schneller vollzieht der PC die Druckausgabe. Bei modernen Druckern kommt das aber nur bei großen Dokumenten zum Tragen. Zu einer Verzögerung kommt es nur, wenn der Speicher nicht groß genug ist, um die vollständige auszudruckende Datei zu fassen und während des Drucks Daten nachgeladen werden müssen. Druckt man nur wenige Seiten auf einmal, ist es unerheblich, ob der Puffer nun 2 MB, 4 MB oder 16 MB groß ist.
Kleinere Drucker haben nur einen Zwischenspeicher mit wenig Kapazität, der beim Ausschalten des Druckers oder bei neuen Druckaufträgen gelöscht wird. Größere Modelle besitzen eine Festplatte, auf der die Dokumente gespeichert bleiben, bis der Speicher voll ist und die Dateien von neuen überschrieben werden. Achtung: Diese Drucker werden oft in Büros eingesetzt und es ist darauf zu achten, die Festplatte vor dem Verkauf des Geräts zu leeren oder gleich ganz auszubauen, da der nächste Besitzer die gespeicherten Daten sonst auslesen könnte. 



e) Anschluss

Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Anschlüsse Ihr PC hat. Heutzutage werden die meisten Drucker über eine USB-Schnittstelle an den Computer angeschlossen. Man wird kaum mehr einen PC finden, der keinen USB-Anschluss hat. Doch auch Maus, Tastatur, externe Festplatte, mp3-Player und andere Geräte beanspruchen USB-Schnittstellen, so dass geprüft werden sollte, dass ausreichend Plätze vorhanden sind.  Der frühere Parallelport ist aus der Mode gekommen, folglich haben nur noch wenige, meist veraltete Drucker eine solche Schnittstelle.
Gerade bei billigen Modellen ist es in Mode gekommen, dass im Lieferumfang kein USB-Kabel enthalten ist, um den Drucker via entsprechender Schnittstelle mit dem PC zu verbinden. Deshalb sollte man beim Kauf gleich ein Kabel mit in den Einkaufswagen legen, damit man zu Hause nicht in die Röhre schaut. Oder man verwendet das USB-Kabel seines alten Druckers weiter.
Einige Drucker können auch über eine Netzwerkverbindung an gleich mehrere PCs angeschlossen werden. Dies ist besonders praktisch für Büros.
 
f) Ausstattung

Technische Daten sind die eine Seite der Medaille. Die andere sind die Gimmicks, Extras und Funktionen, die einen Drucker ausmachen. Das Gerät kann noch so gut sein, wenn ein gewünschtes Feature fehlt, scheidet es als Kaufoption aus. Hier folgt ein kleiner Überblick über Ausstattungsmerkmale, die nicht zur Standardausstattung gehören, die aber trotzdem interessant sein können.
 
Duplex-Druck: Einige Drucker können Papier von beiden Seiten bedrucken. Dies spart viel Zeit, wenn man große Mengen an Text ausdrucken und dabei noch Papier sparen möchte.  Für einzelne doppelseitig-bedruckte Blätter, kann man natürlich auch selbst Hand anlegen und das Papier wenden. Bei vielen dutzend Blättern wird dies aber schnell unhandlich.
 
Papierfach: Wer viel druckt, möchte nicht alle fünzig Drucke neues Papier einlegen müssen. Aber auch, wer wenig druckt, ist wenig über eingestaubtes Papier erfreut, das den Druck versaut. Ein Papierfach kann hier Abhilfe schaffen. Sind sogar mehrere vorhanden, kann bei jedem Druck ausgewählt werden, ob auf Normalpapier oder Geschäftspapier gedruckt werden soll. Fürs Büro ist ein Papierfach also Pflicht. Für zu Hause lohnt es sich, wenn man mit dem größeren Platzbedarf, den ein Papierfach zwangsweise mit sich bringt, kein Problem hat.

Speicherkartenleser: 
Einige Drucker haben gleich einen Speicherkartenleser intergiert um Urlaubsfotos bequem ausdrucken zu können. Wer sowieso schon ein Lesegerät besitzt, zieht daraus keinen weiteren Nutzen, außer, dass er eine USB-Schnittstelle spart. Erst bei Druckern, die es erlauben, direkt von der Speicherkarte zu drucken, wird es wirklich interessant. Dann muss man nicht einmal mehr den PC einschalten um die Fotos von der Karte zu drucken. Doch längst nicht jedes Gerät, das einen Speicherkartenleser integriert hat, kann dies auch. Vorsicht ist beim Kauf also angebracht.

WLAN, Bluetooth: Einige Drucker brauchen nicht mehr per USB mit dem PC verbunden werden, sondern können die Daten über Wireless LAN empfangen. Das reduziert nicht nur das Kabelgewirr. Es erlaubt auch, den PC überall im Raum zu platzieren und zudem, dass gleich mehrere PCs den Drucker nutzen können. Selbst von kleinen tragbaren Geräten wie PDAs oder Handys kann man drucken, wenn der Drucken Bluetooth unterstützt.

DVD-Druck: Einige Drucker können die Oberseite von CDs und DVDs bedrucken. Dazu sind spezielle Rohlinge nötig. Wer die Nase von schmucklosen, mit Filzstift bekritzelten, selbstgebrannten CDs voll hat und etwas Farbe ins Spiel bringen möchte, sollte nach dieser Funktion suchen.
 
Randloser Druck: Wer Grafiken auf hohem Niveau drucken und hinterher nicht die Ränder des Papiers per Hand wegschneiden möchte, weil der Drucker nervige weiße Ränder gelassen hat, sollte sich nach einem Drucker umschauen, der randlosen Druck unterstützt. Dies ist auch beim Fotodruck sehr nützlich.

Fotosoftware: Den meisten Druckern liegt neben Treibern und Handbuch auch eine Anzahl an Druckprogrammen bei. Oft gibt es oben drauf noch ein mehr oder weniger professionelles Fotoprogramm, mit dem man die Urlaubsfotos retuschieren, sortieren und archivieren kann. Hier schwankt die Qualität erheblich. Wer einen Einstieg in die Fotobearbeitung wagen möchte und noch keine Fotosoftware besitzt, sollte darauf achten, dass ein aktuelles Programm mitgeliefert wird.
 
 

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  Datum: 10.09.2010