2. Welcher Grafikkarten-Typ bin ich?
Zunächst einmal sollte sich jeder die Frage stellen, wofür er die Grafikkarte benötigt. Nicht jeder braucht eine 300-Euro-Karte. Gerade für Bürorechner bieten sich günstigere Lösungen an. Grundsätzlich gibt es vier Anwendungsgebiete: Büroanwendungen, CAD-Anwendungen, Multimedia und Spiele. Je nachdem, welche dieser Aufgaben die Grafikkarte stemmen soll, sollte man seine Anforderungen an den 3D-Beschleuniger eingrenzen.
Büroprogramme:
Fast alle professionellen EDV-Programme benötigen so gut wie keine Grafikressourcen. Eine teure Grafikkarte ist also nicht nötig.
Moderne Betriebssysteme wie Windows Vista fordern dem Rechner jedoch immer mehr ab, selbst wenn gar kein Programm läuft. Die mit mehr und mehr optischen Schmankerln ausgestatteten Benutzeroberflächen profitieren in Grenzen von einer besseren 3D-Leistung – wenigstens eine einfache Grafiklösung ist also selbst bei Bürorechnern zu empfehlen.
Neben dem Preis ist als einziges noch der Typ des Monitoranschlusses zu beachten. Ältere Monitore benötigen teilweise noch einen VGA-Anschluss. Praktisch alle neuen Modelle verwenden den besseren DVI-Standard.
Suchen Sie in der Kategorie DirectX10 Grafikkarten nach Karten mit einer Preistipp-Auszeichnung und in der Kurzbeschreibung nach einem zu ihrem Monitor passenden Anschluss.
CAD-Anwendungen:
Programme für 3D-Design fordern mehr vom Rechner als schlichte zweidimensionale Büroanwendungen. Hier lohnt sich eine etwas teurere Grafikkarte. Je nach Komplexität der zu erstellenden Projekte bietet sich eine gehobene Einsteiger-Grafikkarte (um die 100 Euro) oder gleich eine Mittelklasse-Karte (ab 150 Euro) an. Da eine verlustfreie Darstellung auf dem Monitor wichtig ist, sollten sowohl der Monitor als auch die Grafikkarte über einen DVI-Anschluss verfügen.
Leistungsfähige Grafikkarten verbrauchen oft viel Strom. Gerade bei langen Laufzeiten wie beispielsweise auf der Arbeit ist dies ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die Hersteller machen dazu meistens keine Angaben, so dass man sich auf die Testauswertungen verlassen muss.
Suchen Sie in der Kategorie DirectX10 Grafikkarten nach Produkten zwischen 80 und 160 Euro, die von den Textredaktionen ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und einen niedrigen Stromverbrauch attestiert bekommen haben.
Multimedia:
Auch ohne 3D-Unterstützung bewältigt jeder auf dem Markt erhältliche Rechner das Anschauen von DVDs. Kritischer wird es erst, wenn Filme in HD-Qualität abgespielt werden, nebenher noch andere Anwendungen im Hintergrund laufen und Videos geschnitten werden sollen. Eine Mittelklasse-Karte (ab 150 Euro) sollte es dann schon sein. Wer nur Blu-ray Filme oder andere HD-Medien sehen möchte, ohne andere Programme im Hintergrund laufen zu lassen, kommt schon mit einer aktuellen Grafikkarte für 60 Euro aus.
Neben der Leistung sind noch andere Faktoren zu berücksichtigen. Kommt die Karte in einem Wohnzimmer-PC zum Einsatz, ist darauf zu achten, dass sich der Lüfter der Karte nicht wie eine Kraftwerksturbine anhört und den Multimedia-Genuss beeinträchtigt. Eine geräuschlose, passiv gekühlte Karte ist hier das Optimum.
Wenn die Karte auch für High-Definition-Filme gerüstet sein soll, ist ein Dual DVI- oder HDMI-Anschluss zwingend erforderlich. Zusätzlich muss der HDCP-Kopierschutz unterstützt werden.
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Spiele:
Spiele sind immer mehr auf eine gute Grafikleistung angewiesen. Selbst viel Arbeitsspeicher und eine gute CPU sind kein Garant mehr für ein flüssiges Spielerlebnis. Gleichzeitig schreitet die Entwicklung auf dem Grafikmarkt rapide voran, so dass beim Kauf immer zwischen dem momentanen Nutzen und dem relativen Leistungsverfall abzuwägen ist. Lohnt sich jetzt der Kauf einer teuren High-End-Karte, die in einem Jahr nur noch Mittelmaß ist, oder reicht eine Mittelklasse-Karte, die in kürzeren Abständen durch eine aktuellere Karte ersetzt werden kann?
Spiele-Rechner profitieren wie keine andere Computerart von einer guten Grafikkarte, so dass es lohnt, vor dem Kauf etwas mehr Zeit zu investieren und sich mit allen Faktoren vertraut zu machen. Nicht nur die Leistung ist entscheidend, sondern je nach den eigenen Bedürfnissen auch die Lautstärke, der Stromverbrauch, die Anschlüsse und der Platzverbrauch. Erfahrene User sollten zudem auf die Übertaktbarkeit achten.
Informieren Sie sich in unserer Kaufberatung über die technischen Details und suchen Sie in der Kategorie DirectX10 Grafikkarten nach Karten ab 150 Euro, die Ihren Bedürfnissen entsprechen.
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