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Kaufberatung: Grafikkarten
 


c) Grafikkarten und DirectX

DirectX ist eine Sammlung von Programmierschnittstellen für Multimedia-Programme unter Microsoft Windows, welche von den Spieleherstellern genutzt werden, um die Grafik dynamisch zu gestalten.

Wie bei anderen Programmen wird auch DirectX weiterentwickelt und in immer neuen Versionen veröffentlicht. Aktuell ist die Version DirectX 10.1. Aber nur die neuen AMD-Karten unterstützen diesen Standard. Karten von Nvidia unterstützen nur DirectX 10. Karten für DirectX9 gibt es nur noch auf dem Gebraucht- oder Restpostenmarkt (Stand 01/2009). Bei jeder neuen Version werden neue Techniken implementiert, die die Berechnung schneller machen, ungeahnte Special Effects ermöglichen, oder es den Programmierern leichter machen, diese Special Effects zu benutzen. Um dies ausnutzen zu können, benötigt man aber eine Grafikkarte, die diese Version von DirectX unterstützt. Mit einer DirectX 9 Karte kann man beispielsweise die dynamischen, von Luft und Bewegung beeinflussten Raucheffekte unter DirectX 10 nicht nutzen. Dabei sind die Versionen stets abwärtskompatibel. Wer eine Grafikkarte der neusten Generation hat, ist also klar im Vorteil.
Aber auch Besitzer von Grafikkarten eines älteren DirectX-Jahrgangs sind nicht zwingend aufgeschmissen. Die Möglichkeiten werden fast ausschließlich in Spielen genutzt.
 
Wer sowieso keine Spiele am PC spielt bzw. nur eine schwache Einsteigerkarte benötigt, kann auf DirectX 10 verzichten, da die Effekte die Leistung sowieso zu sehr herunterziehen würden.
Wer DirectX 10 benutzen möchte, braucht zwingend Windows Vista, da Microsoft die Schnittstelle nicht für ältere Windows Versionen zur Verfügung stellt. DirectX 10 Grafikkarten lassen sich trotzdem mit XP und Co nutzen, jedoch ohne die DirectX 10 Effekte.



d) Das Verhältnis muss stimmen

Beim Kauf einer Grafikkarte sollte man vor allem darauf achten, dass die Grafikkarte zum heimischen Computer passt. Es macht keinen Sinn, eine der modernsten Grafikkarten in einen Computer der letzten Generation einzubauen. Die eigentliche Last trägt immer noch die CPU (Central Processing Unit) des Computers. Bei einem "älteren" Computer, der einen kleineren Arbeitsspeicher und einen niedrigen Speichertakt hat, lohnt es sich nicht, eine teure und leistungsstarke Grafikkarte zu kaufen.
Beim Kauf eines PC-Spieles sollten Sie die Anforderungen des Spieles an die Grafikkarte im Blick haben. Bei manchen Spielen ist eine schnelle Grafikkarte erforderlich, um es in einer guten Qualität darstellen zu können. Die Anforderungen an die Grafikkarte finden Sie meist auf der Homepage des Herstellers. Dort ist aufgelistet, welche Hard- und Software vorausgesetzt wird.



e) PCI-Express (PCIe) vs. AGP

Fast alle Mainboards weisen eine PCI Express x16 Schnittstelle (Peripheral Component Interconnect - Express 16fach) auf, die für Grafikkarten gedacht ist. Damit ist der PCIe Slot die dominierende Schnittstelle für Grafikkarten.
Die einzige Alternative stellt der AGP Slot (Accelerated Graphics Port) dar. Jedoch weisen nur noch wenige Mainbords eine entsprechende Schnittstelle auf. AGP erfreut sich aber nichtsdestotrotz unter preisbewussten Bastlern und Aufrüstern einer ungebrochenen Beliebtheit. Der Standard und die Zukunft ist aber PCIe.


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  Datum: 04.02.2012