h) Betriebstemperatur und Lüfterlautstärke
Die Betriebstemperatur von Grafikkarten variiert stark von Karte zu Karte. Sie reicht von ca. 30° bis hin zu 90° Celcius und hängt vom Lüfter der Grafikkarte ab. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Temperatur, desto besser. Mit einer Temperatur von 50 bis 70° C sind Sie aber immer noch gut beraten. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Karte kühl genug bleibt. Versierte Bastler können den Takt der Karte jedoch manipulieren und so noch einige Leistungsreserven aktivieren. Dabei geht die Garantie verloren und durch die gesteigerte Hitzeentwicklung wird die Kühlung wichtig. Für den normalen Einsatz ist dieser Wert jedoch weniger entscheidend.
Auch die Lüfter-Lautstärke von Grafikkarten variiert stark. Sie wird in Sone angegeben. Lüfter mit einer Lautstärke von unter 2 Sone sind sehr, sehr leise. Mit einer Lautstärke von 2 bis 2,5 Sone sind Sie gut beraten. Ab 3 Sone wird es ein wenig lauter, aber durchaus noch akzeptabel. Lüfter mit einer Lautstärke von über 5 Sone sind extrem laut und können als sehr störend empfunden werden.
Passiv gekühlte Grafikkarten verursachen gar keine Geräusche, da sie keinen Lüfter haben, sondern ausschließlich von statischen Kühlkörpern und der Umgebung gekühlt werden. Diese Grafikkarten werden dafür meistens sehr warm.
i) Stromverbrauch
Während sich bei CPUs ein Trend zum Stromsparen entwickelt hat, fressen Grafikkarten immer mehr Leistung. Mittlerweile macht dies einen beträchtlichen Teil des Gesamtverbrauchs des PCs aus. Bei Notebooks kann sich die Akkulaufzeit dadurch leicht halbieren. Es kann daher durchaus von Vorteil sein, bewusst auf eine schnelle Grafikkarte zu verzichten und lieber eine sparsamere Alternative zu wählen. Auch bei Multimedia PCs, die einen Fernseher ersetzen sollen, kann der Stromverbrauch ein entscheidender Faktor sein.
5. Fazit
Beim Kauf einer neuen Grafikkarte kommt es vor allem darauf an, welche Aufgaben die Grafikkarte erfüllen soll. Für den Bürogebrauch mit simplen Anwendungen oder für zuhause zum Surfen im Internet und Emailverkehr ist eine einfache und günstige Grafikkarte schon ausreichend.
Beabsichtigt man jedoch eine 3D-Grafik, z.B. bei Spielen oder auch CAD zu benutzen, ist es ratsam, eine Grafikkarte mit den entsprechenden Eigenschaften, wie z. B. einer hohen Taktfrequenz, einem großen Grafikspeicher und vielen Shader Units etc. zu kaufen.
Des Weiteren sollten Sie auf die Anschlüsse für die Kompatibilität mit dem Monitor achten. |