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Kaufberatung: Hardware Handbuch
 

 

1.7 Laufwerke

 

Die meisten wichtigen Komponenten eines Computers wurden nun beschrieben. Es fehlen aber immer noch einige Bauteile. Jeder PC braucht ein oder mehrere Laufwerke, um verschiedene Medien lesen zu können. Die wichtigsten Medien sind CDs und DVDs. Bis zum Aufkommen der USB-Sticks waren auch Disketten noch verbreitet, während Blu-Rays erst noch beweisen müssen, dass sie sich endgültig am Markt durchsetzen können. Die Laufwerke unterteilt man grundlegend in solche, die die Medien nur lesen können und solche, die sie auch beschreiben. Letztere werden Brenner genannt, weil die Daten mit einem Laser in die Scheibe gebrannt werden. Laufwerke, die mehr als ein Medium abspielen können, nennt man Combo-Laufwerk. Bei weitem am verbreitetsten sind DVD-Brenner, die gleichzeitig CDs abspielen und beschreiben können. Da diese sehr günstig sind, gibt es keinen Grund, den PC nicht mit einem solchen Laufwerk auszustatten.

Für jedes Medium gibt es diverse Unterformate. So gibt es bei den DVDs nicht-beschreibbare (DVD), beschreibbare (DVD-R,DVD+R) und wiederbeschreibbare Formate (DVD-RW,DVD+RW,DVD-RAM). Um das Chaos perfekt zu machen gibt es gleich zwei konkurrierende beschreibbare Formate (Suffix mit vorangestelltem + respektive - ) und DVDs mit zwei Datenschichten, die die doppelte Datenmenge speichern können (DVD-DL für DVD Dual Layer).
Bei CDs und Blu-Rays ist die Formatvielfalt übersichtlicher und man kann davon ausgehen, dass ein Laufwerk alle relevanten Formate unterstützt. Bei Blu Rays ist aber nicht gewährleistet, dass dies so bleibt, da die Entwicklung noch am Anfang steht. 

Ein Laufwerk kann nicht unbedingt jedes Format lesen. Und falls es das Format lesen kann, heißt dies noch nicht, dass es es auch beschreiben kann. Und selbst in dem Fall, dass ein Format gelesen und beschrieben werden kann, gibt es noch Unterschiede. 

Ein Laufwerk kann die verschiedenen Medien nur mit einer bestimmten Geschwindigkeit lesen. Je schneller das Laufwerk ist, desto schneller können Daten auf die Festplatte übertragen werden. Gemessen wird die Geschwindigkeit als Vielfaches der Standardgeschwindigkeit. Liest das Laufwerk eine Scheibe mit doppelter Geschwindigkeit, bezeichnet man dies als 2x. 

Beim Brennen ist die Geschwindigkeitsangabe komplexer, da ein Laufwerk bei einem Format besonders schnell sein kann, bei einem anderen hingegen langsam. Für jedes Format muss also ein eigener Wert angegeben werden. Daraus ergibt sich ein unübersichtlicher Wust an Daten. Ein Beispiel dafür findet sich in der Kurzbeschreibung des BenQ DW1670. Am elegantesten ist es, die Arbeit die Tester machen zu lassen und sich bei den praktischen Zusammenfassungen zu bedienen. 

Zusätzlich zählt beim Beschreiben von Datenträgern nicht nur die Geschwindigkeit, mit der Daten auf das Medium gebannt werden, sondern auch die Qualität. Zum einen ist hier wichtig wie oft der Brennvorgang erfolglos abgebrochen und das Medium dadurch unbrauchbar wird. Zum anderen ist von Interesse von wie vielen Laufwerken ein prinzipiell erfolgreiche gebrannter Datenträger gelesen werden kann. 

Ein beim Kauf oft unterschätzter Faktor für die Güte ist wie bei Festplatten die Lautheit. Kratzt das Laufwerk, nervt es mit Dauersurren und vibriert es unkontrolliert, oder ist es flüsterleise und nicht zu bemerken? Dafür gibt es keinen zuverlässigen Messwert. Hier hilft wiederum nur, auf das Urteil der Tester zu vertrauen oder selbst zu testen. 

Laufwerke werden wie Festplatten per IDE oder SATA mit dem Mainboard verbunden. Hier gilt das gleiche wie in Abschnitt 1.6.

 

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  Datum: 11.02.2012