1. Was leisten Notebooks und welches passt zu mir?
Im Vergleich mit Desktop-PCs sind Notebooks teurer und weniger leistungsfähig. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Jedoch kommen sie immer dichter an den PC heran. Vor allem durch die Entwicklung spezieller Prozessoren lassen sich die Nachteile der kleinen Bauweise immer besser umgehen. Schließlich ist so ein Notebook sehr praktisch. Die großen Vorteile dieser Geräte sind nun mal die Mobilität und der geringe Platzbedarf. Klein und handlich kann man es immer bei sich tragen, an jedem beliebigen Ort den Deckel aufklappen und damit arbeiten oder spielen.
Soweit die Theorie. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es jedoch auch unter den Notebooks nicht. Eine Ausstattung ähnlich einem Desktop-PC und ein geringes Gewicht schließen sich zum Beispiel gegenseitig aus. Daher ist es äußerst ratsam, sich vorher genau zu überlegen, wofür das Notebook hauptsächlich eingesetzt werden soll. Das hilft, Frust zu vermeiden oder auch Geld zu sparen. Ein weiterer Grund für eine gründliche Überlegung: Notebooks lassen sich nicht ohne weiteres nachrüsten wie ein Desktop-Computer. Dieses ist entweder gar nicht oder oft nur mit großem Aufwand möglich.
Das Notebook für daheim:
Wem es vor allem darum geht, seinen platzfressenden, stationären PC loszuwerden und durch ein Notebook zu ersetzen, muss sich über das Gewicht und die Akkulaufzeit keine großen Gedanken machen. Das gilt besonders dann, wenn die mobile Nutzung des Notebooks sich hauptsächlich auf das Wohnumfeld (Arbeitszimmer, Küche, Garten) beschränkt. Hier zählt dann eher die umfangreiche Ausstattung – u.a. hinsichtlich des Arbeitsspeichers, der Festplatte, der Laufwerke und der Anschlüsse – damit das Notebook auch einen vollwertigen Ersatz für den PC leisten kann. Es darf dann auch ruhig zu einem Gerät mit Desktop-Prozessor gegriffen werden, denn dessen Nachteile (z.B. kurze Akkulaufzeiten) fallen hier nicht ins Gewicht.
Das Notebook für Gamer:
Das Thema Computerspiele auf dem Notebook wird kontrovers diskutiert. Immer noch herrscht überwiegend die Meinung, dass ein Notebook hierbei dem Desktop-PC klar unterlegen ist. Aber natürlich lassen sich viele Games auch auf einem Notebook recht gut spielen. Sehr wichtig ist in diesem Fall eine gute Kombination aus Prozessor, Arbeitsspeicher (mindestens 1024 Megabyte) und einer separaten Grafikkarte mit eigenem Speicher. Das macht das Notebook zwar teurer, aber dann laufen die Spiele auch flüssig. Es gibt sogar Notebooks, die speziell für Spiele ausgelegt sind – allerdings zu einem erheblich höheren Preis als vergleichbare Desktops.
Das Notebook für den mobilen Einsatz:
Soll das Notebook hauptsächlich unterwegs genutzt werden, spielen Gewicht und Akkulaufzeit eine wichtige Rolle. Das bedeutet in der Regel Abstriche bei der Ausstattung. Leistungsfähigkeit, Stromverbrauch und Gewicht hängen in den meisten Fällen eng zusammen. Ein Prozessor mit hoher Taktzahl erzeugt zum Beispiel mehr Wärme, benötigt einen größeren Lüfter und verbraucht mehr Strom. Die mobilen Ableger der modernen Mehrkernprozessoren bringen zwar bei geringerer Taktzahl mehr Leistung und verbrauchen so auch weniger Strom, lösen das Problem aber nicht komplett. Es gilt weiterhin: Leistung geht zulasten der Ausdauer. Ebenfalls Auswirkungen auf das Gewicht haben natürlich die Maße des Notebooks und damit auch die Größe des Displays: je kleiner, desto leichter. Generell sollte ein Notebook, das man viel mit sich herumträgt, nicht viel mehr als zwei oder drei Kilogramm wiegen.
Die leichtesten und komfortabelsten Geräte sind die so genannten Subnotebooks, die ursprünglich nur eine sehr abgespeckte Ausstattung boten. Heutzutage ist das anders. Allerdings gilt hier nicht die Formel „kleiner = billiger“: Subnotebooks sind im oberen Preisniveau angesiedelt.
Der Trend geht zum Zweit-Notebook:
Wer schon einen vollwertigen Rechner zu Hause hat, aber gerne mal auf dem Sofa schmökern möchte, braucht nicht gleich einen vollwertigen Laptop oder ein teures Subnotebook. Für ihn kommt es vor allem darauf an, dass das Gerät klein und leicht ist, auch mal ohne Steckdose auskommt und nicht mit Optionen überfrachtet ist. Rechenleistung und Grafikpracht spielen untergeordnete Rollen. Ganz wichtig ist ein WLAN-Modul für drahtlosen Zugang zum Internet.
Am besten für diese Kategorie sind Netbooks geschaffen, die diesen Markt überhaupt erschlossen haben. Aber auch günstige Notebooks und besser ausgestattete Subnotebooks könnten in Frage kommen, wenn man nicht auf DVD-Laufwerk und Rechenleistung verzichten mag.
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