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Kaufberatung: Notebooks
 


e) Laufwerke

Ein optisches Laufwerk ist eigentlich unverzichtbar. Vor allem, da sich die meisten Programme nur über eine CD oder DVD installieren lassen. Wer viel Wert auf ein leichtes Notebook legt, könnte allerdings auch über ein externes Laufwerk nachdenken, das über eine USB-Schnittstelle angeschlossen wird.
Integrierte Laufwerke gibt es in drei Varianten. Immer seltener sind reine CD-Laufwerke, die keine DVDs lesen können. Häufiger sind die so genannten Combo-Laufwerke, die CDs lesen und beschreiben sowie DVDs lesen. Vor allem wenn kein Desktop-PC vorhanden ist, sollte auch ein DVD-Brenner dabei sein. Aber auch hier gilt: dieser kann, um Gewicht zu sparen, auch extern angeschlossen werden.

Ein weiteres Medium, das Einzug in die Notebook-Welt findet, ist das Blu-ray Format, das den Kampf gegen das konkurrierende HD-DVD Format gewonnen hat und sich als zukünftiges Speichermedium etabliert.  
Blu-rays werden hauptsächlich für hochauflösende Filme genutzt; eine Ecke mit Blu-ray Filmen findet sich mittlerweile in fast jedem Elektronikmarkt oder Videothek. Für andere Aufgaben ist das Format kaum geeignet. Die Speicherkapazität der kleinsten Blu-ray Disc ist zwar fünfmal größer als bei einer DVD, die Rohlinge sind aber so teuer, dass sich das Medium nicht für die Datensicherung eignet. Software wird weiterhin auf DVD und CDs vertrieben. Damit bleibt nur der Videomarkt.
Ein Blu-ray Laufwerk lohnt sich also nur, wenn man das Notebook vornehmlich für Multimedia-Zwecke einsetzen möchte. Die hochauflösenden Filme kommen nur auf einem großen Breitbild-Display voll zur Geltung. Hat das Notebook nur ein kleines Display, lohnt sich auch kein Blu-ray Laufwerk.



f) Anschlüsse

Auch an ein Notebook soll natürlich so allerlei angeschlossen werden können: Drucker, externe Maus, externe Tastatur, Scanner oder auch ein DVB-T-Receiver. Die meisten Notebooks sind recht gut mit Schnittstellen ausgerüstet.
Eine Netzwerkkarte bzw. eine Netzwerkbuchse (Ethernet) zur Vernetzung mit einem PC oder für einen DSL-Anschluss ist inzwischen standardmäßig integriert. In manchen Geräten ist darüber hinaus auch ein analoges Modem eingebaut – das wird jedoch kaum noch zum Einsatz kommen. Wer kabellos surfen möchte, greift zu einem Gerät mit einem W-LAN Port. Am besten mit dem zeitgemäßen IEEE 11.8n-Standard, der den g-Standard abgelöst hat (Stand 02/2009). Alle anderen Notebooks sollten sich aber auch mit einem USB-Stick nachrüsten lassen.
Selbstverständlich und standardmäßig vorhanden sind USB-Schnittstellen. Hier gibt es nur Unterschiede in der Anzahl: manche Geräte bieten zwei, andere sogar sechs USB-Anschlüsse. Insbesondere wenn das Notebook den PC ersetzt, sollten möglichst viele dieser Anschlüsse vorhanden sein. Wer einen Camcorder besitzt, sollte außerdem auf eine Firewire-Schnittstelle achten, die eine schnelle Übertragung großer Datenmengen erlaubt. Manche Geräte verfügen außerdem über Speicherkarten-Slots für Flash-Karten von Digitalkameras.
Immer seltener findet man die Infrarot-Technik (IrDA) für die Übertragung von Daten vom Notebook zum PDA oder Handy. Sie wird durch die Funktechnik Bluetooth ersetzt, bei der zwischen den Geräten kein "Sichtkontakt" mehr vorhanden sein muss.


g) Display

Wer sein Notebook als Ersatz für den Desktop-PC nutzen möchte, wird – und kann – ein möglichst großes Display wählen. Standard unter den Notebook-Displays sind Bildschirme mit 15 oder 17 Zoll. Letztere sind sehr übersichtlich und eignen sich vor allem für diejenigen, die häufig mit mehreren Programmen bzw. mehreren geöffneten Fenstern gleichzeitig arbeiten. Einige Notebooks haben auch 19-Zoll- oder gar 21-Zoll-Displays. Für den mobilen Einsatz empfiehlt sich jedoch ein deutlich kleinerer Bildschirm von 12,1 oder 13,3 Zoll. Denn je größer das Display ist, desto schwerer das Gerät und desto höher der Stromverbrauch. Das bedeutet umgekehrt: Ein kleineres Display erspart dem Nutzer Schlepperei und verlängert die Akkulaufzeit.
Neben der Größe ist auch die Auflösung von Bedeutung. Diese verbirgt sich hinter diversen Abkürzungen und sollte mindestens im XGA-Standard (Extended VGA) liegen, nämlich bei 1024 x 768 Pixel.
Neben den Geräten mit dem üblichen 4:3-Format gibt es immer mehr Notebooks mit einem 16:10-Display. Das ist vor allem für diejenigen interessant, die ihr Notebook zum digitalen Fernsehen per DVB-T oder als DVD-Player-Ersatz nutzen wollen. Diese haben dann beispielsweise eine 15,4-Zoll-Bilddiagonale und eine Auflösung von 1680 x 1050 bei WSXGA+ (das "W" steht für "Wide") oder 1920 x 1200 Pixel bei WUXGA.

Für die Film- und Bildbetrachtung bzw. -bearbeitung empfiehlt sich generell eine hohe Auflösung. Je mehr Bildpunkte abgebildet werden können, desto schärfer und klarer ist das Bild. Auf jeden Fall sollte man sich das Display im eingeschalteten Zustand genau ansehen, denn bei manchen Geräten können fehlerhafte Pixel auftauchen, die sich durch schwarze oder weiße Punkte bemerkbar machen.
Für die Nutzung von Office-Programmen kann eine zu hohe Auflösung hingegen kontraproduktiv sein. Sie verkleinert die dargestellten Elemente und Schriften sehr, was das Arbeiten mühsam machen kann.

Wenn man sich im Geschäft das Display zeigen lässt, sollte man zudem unbedingt auf die Blickwinkel-Stabilität achten. Denn damit gibt es bei LCD-Bildschirmen immer wieder mal Probleme. Wichtig ist, dass auch aus einem seitlichen Blickwinkel die auf dem Display dargestellten Elemente noch gut zu erkennen sind. Gerade bei einem Multimedia-Notebook ist es ärgerlich, wenn nur die halbe Familie den Film auf dem Display verfolgen kann.

Ein weiterer, nicht unwichtiger Punkt ist, ob das Display matt oder glänzend (glossy) ist. Auf glänzenden Bildschirmen wirken die Farben lebendiger und kontrastreicher. Dafür spiegelt die Oberfläche. Im schlimmsten Fall ist ein Arbeiten im Freien bei Licht nicht mehr möglich. Zum Arbeiten und im mobilen Einsatz ist eine matte Oberfläche vorzuziehen. Da glänzende Displays sich aber besser bewerben lassen und als Nebeneffekt mangelhafte Bildqualität verschleiern, verdrängen diese die matten Displays mehr und mehr.

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  Datum: 09.02.2012