Nach dem sensationellen Erfolg des Eee PCs schickt Asus nun ein weiteres Modell, den Eee PC 1000H, in den Test. Das Netbook schließt nahtlos an die Tugenden seiner Vorgänger an und fegt die Konkurrenz beiseite. Haben bis vor kurzem noch neue Herausforderer wie der MSI Wind bedenklich am Thron von Asus gewackelt, stellt der taiwanesische Hersteller nun deutlich klar, wer das Genre der Netbooks erfunden hat und wem die Krone gebührt.
Das 1000H bietet nun mit Windows XP ein den meisten Nutzern vertrautes Betriebssystem. Die verbauten Komponenten sind leistungsstark genug, damit das Betriebssystem einwandfrei läuft. Gleichzeitig sind sie aber auch genügsam genug, dass dem Eee PC nicht so schnell die Puste ausgeht. Damit erschließt Asus neue Zielgruppen, die sich zuvor von Linux haben abschrecken lassen. So können nun auch Businesskunden zugreifen. Die freuen sich zudem über eine arbeitsgerechte Tastatur. Erfreulicherweise ist der Preis immer noch ein absoluter Kampfpreis.
Selten war ein Test so eindeutig positiv. Um überhaupt einen Kritikpunkt anzuführen, musste lange gesucht werden. Mit 1,4 kg ist der neue Eee PC schwerer als andere Netbooks. Außerdem ist er unter Volllast relativ laut. Beides sind milde Kritikpunkte, denn das Netbook ist insgesamt immer noch leichter als eine gefüllte 1,5l Wasserflasche und arbeitet dank der für ein Netbook leistungsstarken Komponenten selten unter Volllast, so dass auch die Geräuschentwicklung meistens unter dem störenden Pegel bleibt. Wenn kein Programm läuft, ist er nicht zu hören.
Das Display ist kontraststark und gut ausgeleuchtet und spielt in einer komplett anderen Liga als die Displays anderer Netbooks. Selbst im Vergleich zu Business-Subnotebooks muss es sich nicht verstecken. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und unterstreicht somit auch äußerlich Asus Marktführeranspruch.
Wer ein Allround-Netbook sucht und sich vom Gewicht nicht abschrecken lässt, wird vom Asus Eee PC 1000H nicht enttäuscht werden. Im Gegensatz um Weihnachten 2009 als der 1000H unumstritten den Thron der Netbooks inne hatte, gibt es jetzt reichlich Konkurrenz. Erzrivale ist nach wie vor das Samsung NC10 N270W, das etwas Anschlussvielfalt gegen ein nicht spiegelndes Display und bessere Ergonomie tauscht. Aber auch MSI hat mit dem U110 Eco nachgelegt und dabei besonders Wert auf Ergonomie gelegt. |