Medion LifeTab Test
Kurz vorgestellt
Das Medion LifeTab wurde auf der IFA 2011 der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Das Medienecho ist nicht nur bei der Springerpresse, die traditionell ausschließlich positiv über Medion-Produkte berichtet, durchweg gut. Zwar hat Medion den Preis des Tablets-PCs noch nicht verraten, aber es ist zu erwarten, dass der Hersteller seiner Niedrigpreispolitik treu bleibt. Da sich das Tablets bei der Ausstattung nicht vor den Großen des Business verstecken braucht, ist die Begeisterung der Journalisten auf der IFA nachzuvollziehen. Tegra 2 Architektur für eine sehr gute Leistung, HDMI und USB für Datenübertragung - ersteres sogar mit DNLA-Zertifizierung, was beste Kopnnektivität mit anderen Multimediageräten verspricht - und drahtlose Kommunikation per WLAN, Bluetooth oder UMTS bzw. HSDPA: das Medion LifeTab ist damit besser bestückt als das Samsung Galaxy Tab 10.1 oder das iPad 2.
Als Betriebssystem ist Android 3.2 installiert, was Zugriff auf Tausende Apps garantiert und einem ermöglicht das Aussehen der Benutzeroberfläche bis ins Kleinste seinen eigenen Vorlieben anzupassen. Zudem können Widgets auf der Oberfläche angelegt werden, kleine Programme, die ständig sichtbar sind, z.B. Uhren, Kalender oder Newsticker. Man muss nicht erst eine App öffnen. Auch Gewicht, Displayauflösung und Akkulaufzeit sind konkurrenzfähig. Allerdings sind gerade beim Stehvermögen erste Tests abzuwarten. Auch wie sich das Display gegen Samsungs AMOLED-Displays schlägt, bleibt offen.
Das Design ist ansprechend. Medion verzichtet auf gerade Linien und setzt komplett eine Klavierlack-Optik. Da das Gehäuse allerdings komplett aus Plastik ist, fehlt dem Tablet-PC die Edelhaptik anderer Premium-Tablets. Als Speicher stehen standardmäßig 32 GB zur vErfügung. Gerüchteweise wird es aber eine günstigere Aldi-Variante (Medion P9514 MD 99000) mit 16 GB geben. Eine 64 GB Variante ist nicht angekündigt, der Speicher lässt sich aber per microSD-Karte erweitern.
Fest steht schon jetzt, dass Medion die Tablet-Szene zumindest in Deutschland gehörig aufmischen wird. Es mag nicht das innovativste Gerät auf der IFA sein. Das Sony Tablet S und Lenovo IdeaPad K1 stehlen ihm durch ihre optische Schlagkraft sicherlich die Show. Aber das LifeTab hat dennoch die höhere Schlagkraft. Zum einen kann es Android auf Tablets mit einem Schlag einen riesigen Markt eröffnen. Und zum anderen setzt es andere Android-Tablet-Anbieter unter Druck. Außer der Optik deutet momentan wenig darauf hin, dass sich Samsung, Toshiba oder HTC entscheidend mit ihren Geräten absetzen können. Was bis jetzt die Android-Avantgarde war, könnte bald Mainstream sein.
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